Einleitung und Einführung in das LUXXprofile

Hier wird noch ein Video erstellt und eingefügt!

Mitarbeiterführung ist eine sehr wichtige und gleichzeitig keine einfache Aufgabe. Jeder Mitarbeiter hat seine eigenen Erwartungen und Wünsche an ihre Arbeit und an ihre Führungskräfte. Dies zu erfüllen ist anspruchsvoll, muss uns als Führungskraft dennoch in gutem Umfang gelingen, wenn wir ein leistungsstarkes Team aufbauen und etablieren wollen.

Menschen verfolgen in der Regel Ziele, die ihre Motive befriedigen. Daran richten sie ihr Handeln aus. Um Menschen zum Handeln zu bewegen, muss also Nutzen im Sinne der Bedürfnisbefriedigung gestiftet werden. Was für den einzelnen Nutzen ist, hängt von den jeweiligen Motiven ab.

Ein Modell, welches eine sehr gute Unterstützung für das tägliche Führungshandeln bietet, ist die „Theorie der 16 Lebensmotive“ von Steven Reiss. Der modifizierte Ansatz von Steven Reiss, Persönlichkeit über 16 Motive zu beschreiben, ermöglicht nicht nur ein umfassendes Verständnis für das eigene Handeln als Führungskraft und das Verhalten und Reagieren meiner Mitarbeiter. Es erlaubt direkte Ableitungen zu den Fragen „Was tue ich denn jetzt mit dem Mitarbeiter, wie führe ich ihn, wie kommuniziere ich mit ihm und was braucht wer, um leistungsfähig zu sein?“

Die 16 Lebensmotive sind intrinsische Motivatoren, die grundlegend dafür verantwortlich sind, was wir gerne und mit Energie tun oder bewusst unterlassen. Sie sind elementare „Letztmotive“ bzw. „Endzwecke“ des Handelns, die wir als Grundwerte und sogar als Sinn des Lebens erleben. Wir streben mit unserem Handeln nach deren Erfüllung. Diese Erfüllung folgt nicht zwingend einem übergeordneten Nutzen. Sie kann reiner Selbstzweck sein. Kein Lebensmotiv wird von zwei Menschen identisch erfahren oder gestaltet. Es geht weniger darum, ob alle Menschen dieselben Motive teilen, sondern eher darum, wie sehr sie sich darin unterscheiden. Was den Menschen so einzigartig macht, ist die jeweilige Kombination der Bedürfnisse und was sie für den Einzelnen bedeuten.

Die individuelle Bewertung jedes der 16 Lebensmotive ist der Schlüssel, um menschliches Verhalten zu verstehen und vorhersagen zu können. Wenn man wissen möchte, was Menschen tun werden, muss man zuerst herausfinden, was sie wirklich wollen – und dann davon ausgehen, dass sie diese Wünsche und Bedürfnisse in ihrem Handeln auch befriedigen werden. Wer sein eigenes Motivationsprofil und die seiner Mitarbeiter kennen lernt, gewinnt wertvolle Einblicke in die eigene Persönlichkeit und in die seiner Mitarbeiter. Das Wissen um die Ausprägung der Lebensmotive trägt dazu bei, Verhaltensweisen besser zu verstehen, zu akzeptieren und für die Erreichung betrieblicher Ziele zu nutzen.

Wissen Sie, wie die einzelnen Motive die Handlungen bestimmen, können Sie leichter Maßnahmen zur Motivation ableiten, um auf Dauer ein hohes Maß an Leistungsbereitschaft und Zufriedenheit zu erreichen.

Die Ausprägung der Motive lassen sich in zwei Richtungen darstellen. Sie signalisieren unterschiedliche „Bedürfnisrichtungen“ ein und desselben Motivs. Die gegensätzlichen, hohen Motivausprägungen werden mit positiven Zahlenwerten bzw. grün gekennzeichnet oder mit negativen Zahlenwerten bzw. rot gekennzeichnet.

Die zwei Ausprägungen eines Motivs haben eine eigenständige Bedeutung. Im gelbem Bereich liegt die Mehrzahl der Menschen. Sie beschreibt den Ausprägungsgrad, der beim Durchschnitt der Bevölkerung zu finden ist. (Gauß‘sche Normalverteilung). Bei einem Ergebniswert von › -0,80 bzw. › +0,80 spricht man von einer signifikanten Abweichung von der Mehrzahl der Menschen. Diese werden in grün oder rot gekennzeichnet.

Je stärker ein Motiv ausgeprägt ist (grün oder rot), desto mehr wirkt es sich auf die Persönlichkeit eines Menschen aus und wird in seinem Verhalten wirksam. In einer Wahlsituation wird er tendenziell immer wieder das gleiche Verhalten zeigen.

Bei einer gelben Motivausprägung erfolgt situationsspezifisch eine Auswahl des Verhaltens. Diese Personen können sich in Richtung einer hohen oder einer niedrigen Motivausprägung bewegen. Sie haben die Wahlmöglichkeit und benötigen diese Abwechslung/Flexibilität auch.

Das Ergebnis des LUXXprofiles ist immer wertefrei zu verstehen: Es gibt kein gutes und auch kein schlechtes Motivprofil, kein falsches oder richtiges Profil. Das LUXXprofile dient einzig der Darstellung der Individualität eines Menschen. Man kann das Profil mit einem genetischen Fingerabdruck vergleichen, da seine Struktur einmalig ist. Es kennzeichnet die individuellen Bedürfnisse und Werte – das, was ihn im Innersten antreibt.

Die 16 Motive mithilfe derer sich das Verhalten anderer verstehen und vorhersagen lässt, lauten:

  1. Autonomie
  2. Besitzen
  3. Bewegung
  4. Einfluss
  5. Essensgenuss
  6. Familie
  7. Neugier
  8. Prinzipien
  9. Revanche
  10. Sicherheit
  11. Sinnlichkeit
  12. Soziale Anerkennung
  13. Soziales Engagement
  14. Status
  15. Struktur
  16. Sozialkontakt

 

Die Kenntnis über das Motivprofil eines Menschen, hilft uns, ihn zu verstehen und entsprechend mit ihm zu kommunizieren und ihn zu motivieren.

Download: Übersicht der Motive